The EU, Environmental Law and Brexit: The Challenges Ahead

Während der bevorstehende Brexit, also der Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union, in den meisten anderen Rechtsgebieten eine große Herausforderung darstellt, wurden die Folgen des Brexit für das Umweltrecht zunächst optimistischer beurteilt – auch während der Anhörungen im House of Lords.

Einige Umweltschützer haben öffentlich die Auffassung vertreten, dass das Vereinigte Königreich strengere Umweltschutzstandards erlassen könnte, die sich zudem durch eine  größere Sachgerechtigkeit auszeichnen könnten, insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Fischerei. Nach dem die jetzige Regierung nun aber eine „harte“ Version des Brexit angekündigt hat, mit dem Ergebnis, dass das Vereinigte Königreich durch nicht viel mehr als vielleicht einem Freihandelsabkommen mit dem Rest Europas verbunden sein wird, wird der Deregulierungsdruck für die Zeit nach dem Brexit deutlich ansteigen. Das lässt eine Absenkung der britischen Umweltstandards erwarten. Der nachstehende Beitrag versucht, die rechtlichen und politischen Erwägungen zu bewerten, die der Brexit unter Berücksichtigung internationaler Umweltverpflichtungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel, notwendig macht. Wir halten es für wahrscheinlich, dass sich der Traum von einem grüneren Großbritannien „post- rexit“ aufgrund des deregulatorischen Drucks in Luftauflösen wird. Optimistischer vertreten wir die Ansicht, dass die auswärtige Dimension der EU-Umweltvorschriften, wie etwa die Anwendung Europäischer Produktregeln, in den meisten für den Warenhandel relevanten Bereichen das britische Umweltrecht auf absehbare Zeit bestimmen könnte, wenn das Vereinigte Königreich weiterhin mit der EU Handel zu treiben beabsichtigt.


Author
Dr. Markus Gehring and Freedom-Kai Phillips



Copyright: © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Source: EurUP 01/2017 (Februar 2017)
Pages: 9
Price inc. VAT: € 32,00
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