Bereits in ihrem Kreislaufwirtschaftspaket hatte die EU-Kommission das Thema Materialeffizienz (material efficiency) verstärkt in den Fokus genommen.
KURZFASSUNG: Bereits in ihrem Kreislaufwirtschaftspaket hatte die EU-Kommission das Thema Materialeffizienz (material efficiency) verstärkt in den Fokus genommen. Mit dem europäischen Grünen Deal und dem „Neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft" rückt dieses Thema noch weiter in den Vordergrund. Mit Materialeffizienz wird das Verhältnis von genutztem Produkt zu eingesetztem Material bezeichnet. Be-zogen auf den gesamten Lebenszyklus von Produkten, umfasst Materialeffizienz damit auch Aspekte wie Haltbarkeit, Reparatur- und Wiederverwendungsfähigkeit oder Recyclingfähigkeit. Die Ökodesign-Richtlinie sowie das europäische Normungsmandat M543 sind wichtige Instrumente, mit denen die Politik Materialeffizienz weiterentwickelt. Für Entsorgungs- und Wiederverwendungsbetriebe ist es wichtig, die aktuellen Entwicklungen im Auge zu behalten und ihr Fachwissen in die entsprechenden Stakeholderprozesse der Kommission einzubringen.
1 EINLEITUNG
Bereits in ihrem Kreislaufwirtschaftspaket hatte die EU-Kommission das Thema Ma-terialeffizienz (material efficiency) verstärkt in den Fokus genommen. Mit dem europäischen Grünen Deal rückt dieses Thema noch weiter in den Vordergrund. Mit Materialeffizienz wird das Verhältnis von genutztem Produkt zu eingesetztem Material bezeichnet. Bezogen auf den gesamten Lebenszyklus von Produkten, umfasst Materialeffizienz damit auch Aspekte wie Haltbarkeit, Reparatur- und Wiederverwendungsfähigkeit oder Recyclingfähigkeit.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Source: | Recy & Depotech 2020 (November 2020) | |
| Pages: | 6 | |
| Price inc. VAT: | € 3,00 | |
| Autor: | Dr.-Ing. Ralf Brüning Julia Wolf | |
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Reporting of food waste in the EU – Results of current estimates in Germany
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
In February 2019, the German Federal Cabinet adopted the 'National Strategy for Reducing Food Waste', setting a framework for the future direction of this initiative. Among other things, it stipulated that an inter-ministerial "Indicator 12.3 Working Group" should prepare the data bases and methods for nationwide balancing of food waste generation (baseline). Based on existing 2015 data, this status quo analysis will be used as a starting point to agree on milestones for the respective sectors.
Erfahrungen mit der biologischen Abbaubarkeit von kompostierbaren Kaffeekapseln
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
In Österreich kommen verstärkt Kaffeekapseln auf den Markt, die als „kompostierbar“ bzw. „biologisch abbaubar“ gekennzeichneten werden. Diese Entwicklung wird von Konsumenten als positiv wahrgenommen, ist jedoch aus abfallwirtschaftlicher und umwelttechnischer Sicht als kritisch zu betrachten. Denn in bisherigen Studien (van der Zee & Molenveld 2020; Rameder 2018; Shrestha et al. 2020), war die Desintegration der zumeist aus PLA bestehenden Kapseln in Labor-versuchen und in der Praxis nach den Anforderungen der EN 13432 nicht in ausrei-chendem Maße gegeben. Die bisherigen Erkenntnisse werden durch die eigenen Ergebnisse der experimentellen Untersuchungen an vier am österreichischen Markt erhältlichen „kompostierbaren“ Kaffeekapseln nur bestätigt. Erfahrungen der österreichischen Abfallwirtschaftsverbände zu dieser Thematik stützen im Wesentlichen die Erkenntnis, dass die derzeitige Entwicklung in Richtung biologisch abbaubare Kunststoffe für das Produkt Kaffeekapsel nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse und Erfahrungen nicht sinnvoll erscheint.
Mehrweginitiativen im to go Getränke- und Lebensmittelbereich – Beispiele für aktuelle Entwicklungen
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Der Verbrauch von Einwegverpackungen, um Getränke- und Lebensmittel unterwegs zu genießen, ist in den letzten Jahren enorm gestiegen, und damit haben sich auch die negativen Folgen, wie der Ressourcenverbrauch und das Littering durch weggeworfene Verpackungen, stark erhöht.
Circularity by Design – Können temporäre Wohnformen nachhaltig gestaltet werden?
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Die Umweltauswirkungen verschiedener Wirtschaftssektoren sind angesichts der drohenden Auswirkungen des Klimawandels in den Fokus gerückt. Die Baubranche gilt als ein Sektor mit besonders großen Auswirkungen: Nach Angaben der Europäischen Kommission ist der Bau und die Nutzung von Gebäuden in der EU für fast die Hälfte aller gewonnenen Materialien und des Energieverbrauchs, sowie für etwa ein Drittel des Wasserverbrauchs verantwortlich (European Commission 2014). Daher wurde der Bausektor im Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als einer der vorrangigen Bereiche definiert (European Commission 2015). In diesem Konferenzbeitrag steht temporäres Wohnen, und damit ein Teilbereich des Bausektors im Mittelpunkt. Darunter versteht man die Bereitstellung von Unterkünften für Menschen für einen bestimmten, zeitlich begrenzten Zeitraum an einem bestimmten Ort.
Verbote, Steuern und Abfallvermeidungspläne – Kommunale Maßnahmen zur Plastikvermeidung
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (1/2020)
Die Umweltwirkungen der allgegenwärtigen Nutzung von Plastik, vor allem auch für kurzlebige Produkte wie Verpackungen und Einwegplastikartikel, z.B. Plastikgeschirr und Plastikbesteck, wurden in letzter Zeitumfassend diskutiert.
Mit dem in der Richtlinie (EU) 2019/904 über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt (im Folgenden Einweg-Plastik-RL)2 enthaltenen Verbot bestimmter Einwegplastikprodukte sowie von Produkten aus oxo-abbaubarem Kunststoff beschreitet die EU nun neue Wege in der Plastikregulierung.