Tomra hat Siedlungsabfälle in verschiedenen Ländern Europas analysiert und festgestellt, dass in Ländern mit separater Sammlung von Kunststoffen oder Kunststoffteilströmen immer noch rund 10% an Kunststoffen im Siedlungsabfall sind. In Ländern ohne separate Sammlung ist der Kunststoffgehalt dementsprechend höher. Trotz konstanter Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit werden Fehlwürfe auch weiterhin nicht ausbleiben. Die Gründe sind unterschiedlich und können von zu komplexen Sammelsystemen, schlecht koordinierter Abfalllogistik bis zu der Bequemlichkeit der Benutzer reichen. Um auf dieses zurzeit verlorene Potential der Kunststoffe Zugriff zu bekommen ist eine Sortierung des Siedlungsabfalls vor der Verbrennung unumgänglich.
In Europa werden über 70 Millionen Tonnen Siedlungsabfall in Müllverbrennungsanlagen behandelt (Eurostat 2022). In Ländern mit einer separaten Erfassung von Kunststoffen oder Kunststoffteilströmen finden sich immer noch rund 10% Kunststoffe im Siedlungsabfall. Viele Argumente wie zum Beispiel CO2 Einsparungen, Beitrag zu Recyclingzielen wie auch Rohstoffunabhängigkeit sprechen für ein Recycling von Abfallströmen die heutzutage noch verbrannt oder deponiert werden. Tomra hat gemeinsam mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Machbarkeit der Herstellung eines hochqualitativen Kunststoff Rezyklats aus dem Siedlungsabfall bewiesen. Durch die Implementierung einer Sortierung vor der Verbrennung mit Hilfe von Nahinfrarot Geräten kann man auf dieses Potential der Kunststoffmengen zugreifen. Für den Aufbau einer Sortierung vor der Verbrennung gibt es verschieden aufwendige Möglichkeiten von der Aussortierung eines Kunststoffmixes bis zum Beispiel der Aussortierung mehrerer einzelner Kunststofftypen.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Source: | Recy & Depotech 2022 (November 2022) | |
| Pages: | 4 | |
| Price inc. VAT: | € 2,00 | |
| Autor: | Lisa Höflechner | |
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