Aufgrund der Rohstoffknappheit nimmt die Tendenz zur Rohstoffwiedergewinnung
aus bereits verarbeitetem Material immer mehr zu. Deshalb sollten die Halden der stillgelegten Blei-Zink-Erzlagerstätte Bleiberg auf ihre Wertelementgehalte (Blei, Zink, Molybdän und Cadmium) untersucht werden. Es erfolgten diverse Probenahmen an den Halden Matthäus, Altstefanie und Glück. Untersuchungen aufbereitungstechnischer Versuche mit Röntgenfluoreszenzanalyse
(RFA) und Rasterelektronenmikroskopie (REM) bestätigen wirtschaftliche Gehalte
der gesuchten Elemente, die zumeist in Sekundärmineralen – Wulfenit (Mo), Cerussit (Pb) und Smithsonit (Zn) – enthalten sind. Ein Anteil der Schwermetalle ist an schwer lösliche, feinkörnige Eisenoxyhydroxide gebunden. An den im Jahr 2021 entnommenen Proben wurden mittels RFA 0,06 % Mo, 0,13 % Zn und 0,67 % Pb als Median der Gesamtgesteinsanalysen aller Probenahmepunkte bestimmt. An den im Jahr 2019 entnommen Proben wurde eine Schwimm-Sink-Analyse
durchgeführt, wo im Schwergut der Matthäus-Halde 4 % Mo, 16 % Zn und 33 % Pb enthalten sind. Durch die Kombination der chemischen und mineralogischen Untersuchungen kann eine Neubewertung des Haldenmaterials als zukünftige Rohstoffquelle ermöglicht werden.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Source: | Recy & Depotech 2022 (November 2022) | |
| Pages: | 4 | |
| Price inc. VAT: | € 2,00 | |
| Autor: | Sabrina Dollinger Dipl.-Ing. Lukas Marousek Sabine Elmer H. Nussbacher Univ.-Prof. Mag.rer.nat. Dr.mont. Frank Melcher | |
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Erfahrungen mit Biotonnenkontrollen mittels KI im Saarland
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Der Entsorgungsverband Saar (EVS, damals noch KABV) startete die getrennte Erfassung von Biogut bereits Mitte der 1990er Jahre und flankiert dies seit vielen Jahren unter anderem mit breitgefächerten Informations- und Sensibilisierungskampagnen zur Verbesserung der erfassten Biogutqualität. Im Zuge der immer weiter verschärften Vorgaben setzt der EVS seit Mitte 2023 eine KI-basierte Biotonnenkontrolle an den Sammelfahrzeugen ein, welche die bisher eher nur punktuell oder konkret anlassbezogenen Sichtkontrollen ersetzt und neben einem umfassenden Erkenntnisgewinn über die erfassten Qualitäten auch sehr zielgerichtete und effiziente Eingriffs- und Nachsteuerungsoptionen ermöglicht.
XXVIII. Sächsisches Altlastenkolloquium
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Am 4. und 5. November 2024 fand das XXVIII. Sächsische Altlastenkolloquium (SALKO) im Tagungssaal der Dreikönigskirche in der Dresdner Neustadt statt.
Verwertungsmöglichkeiten von Bettaschen aus der Abfallverbrennung
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Wirbelschichtfeuerungsanlagen machen etwa ein Drittel der österreichischen Abfallverbrennungskapazität aus. In diesen Verbrennungsanlagen entstehen unter Anderem Bettaschen als fester Rückstand. Diese enthalten große Mengen an Glas, sowie Metalle und inerte Materialien wie Keramik, Steine, Beton oder Ziegel. Mittels moderner Aufbereitungstechnologie ist es möglich, in den Bettaschen enthaltene Wertstoffe rückzugewinnen.
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© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
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Wirkungen der Maßnahmen zur Verbesserung der Sammelqualität bei der Bioabfallsammlung
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Für die Produktion von Qualitätskompost in Kompostieranlagen stellt die Störstoffbelastung, insbesondere von Kunststoffen, im Inputmaterial von biogenen Abfällen aus Haushalten ein wesentliches Problem dar. Hierbei sind vor allem Kunststoffsäcke, welche als Vorsammelhilfe verwendet werden, störend.